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Eindrücke von der Across-Anwenderkonferenz 2018

Foto: Across

Einmal im Jahr lädt der Softwarehersteller Across Übersetzungsdienstleister und Anwender zu einer zweitägigen Konferenz nach Köln ein. In diesem Jahr waren die RisikoScouts dabei und konnten bei der Vorstellung der neuesten Across-Version und den Partner-Sessions interessante Eindrücke in die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Übersetzungstechnologie gewinnen. So standen zum Beispiel automatisierte Lektoratsprozesse und die Einbindung von maschineller Übersetzung in Übersetzungstools auf dem Programm.

Besonders großes Interesse zeigten die Teilnehmer an den Vorträgen zu den Möglichkeiten neuronaler maschineller Übersetzung im Vergleich zu statistischen Verfahren. Aber auch die Anwenderberichte aus den Bereichen Maschinenbau und Dentaltechnologie boten einen lebendigen Einblick in die Probleme, die es bei der Implementierung von Übersetzungstechnologien zu lösen gilt.

Die RisikoScouts präsentierten an beiden Tagen die Ergebnisse ihrer neuesten Untersuchungen zur Häufigkeit von Schäden durch Übersetzungsfehler. Abgerundet wurde die gelungene Mischung aus Vorträgen und Rahmenprogramm durch Gelegenheiten zum Networking bei einer Fahrt auf dem Rhein, einem Trommelworkshop und einem kreativen Kennenlernspiel, das ungeahnte Eigenschaften der Teilnehmer enthüllte.

https://www.across.net/news/across-konferenzen-in-koeln-brechen-teilnehmerrekorde/

 

 

Lust auf Forschung

Das Thema „Risikomanagement für Übersetzungen“ ist seit einiger Zeit in der Hochschullehre angekommen. Nach der TH Köln hat auch die ZHAW Zürich-Winterthur beschlossen, ihre angehenden Übersetzer für die Risiken übersetzter Dokumente zu sensibilisieren und im kompetenten Umgang mit risikobehafteten Übersetzungen zu schulen.

An der Universität Mainz/FTSK Germersheim finden im Sommersemester 2017 bereits zum dritten Mal forschungsorientierte Seminare für Master-Studierende statt, in denen die Teilnehmer sich intensiv mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft beschäftigen und eigene Forschungsprojekte zum Risikomanagement für Übersetzungen planen und durchführen können. Die von den Studierenden selbst entwickelten Forschungsthemen decken dabei nicht nur den Bereich Risikomanagement ab, sondern erstrecken sich auch auf angrenzende und von der Translationswissenschaft noch nicht ausreichend erforschte Bereiche wie Evaluierung, Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle von Übersetzungen.

Im Sommersemester 2016 konnten die Teilnehmer des MA-Seminars „Risikomanagement und Evaluierung von Übersetzungen“ ihre Forscherqualitäten öffentlich unter Beweis stellen: Prüfungsleistung für dieses Seminar war ein Vortrag auf der studentischen Konferenz „Trarisk 2016 – Zu Risiken und Nebenwirkungen…Risiken und Evaluierung von Übersetzungen“. Die Veranstaltung fand sowohl unter den Studierenden als auch den Gästen großen Anklang. Besonders hervorgehoben wurde das hohe Niveau der studentischen Beiträge sowie das Innovationspotenzial der Themen.

Die folgende Liste der bisher aus den Risikomanagement-Seminaren hervorgegangenen Seminar- und Masterarbeiten zeigt die große Bandbreite der Forschungsthemen auf:

Sommersemester 2016:

  • Anwendung von Risikomanagement auf Übersetzungsprojekte
  • Mensch ärger dich nicht: der Faktor Mensch im übersetzungsbezogenen Risikomanagement
  • Sind wir bereit für die Risikogesellschaft? Ansätze zur Integration von Risikomanagementstrategien in die Übersetzerausbildung
  • Von Kompetenzmodellen und Praxisbezügen – Evaluierung in Übersetzungsübungen
  • Lost in Evaluation – Translationsevaluierung in Theorie und Praxis
  • Selbstevaluierung im Fokus des Kompetenzerwerbs für Übersetzer

Wintersemester 2016/17

  • Grenzen und Möglichkeiten von QA-Checkern in CAT-Tools
  • Qualitätssicherndes Risikomanagement im Fachübersetzen Recht
  • Risikomanagement für Übersetzungen – ein Vergleich zwischen KMU und Großkonzernen
  • Das Vier-Augen-Prinzip als Qualitätssicherungsmaßnahme – eine Fallstudie
  • Kritische Betrachtung der ISO 17100 im Lichte der Translationswissenschaft und des Qualitätsmanagements
  • Risikomanagement für Übersetzer

MA-Arbeiten

  • Anwendungsmöglichkeiten von Qualitätsmanagementsystemen auf das Risikomanagement für Übersetzungen
  • Analyse betriebswirtschaftlicher Risikomanagement-Modelle für die Anwendung im Übersetzungsprozess

 

Risikobasierte Evaluierung – ein Meilenstein im Übersetzungsmanagement

Evaluierungen von Übersetzungen gehören zum Standard im Qualitätsmanagement. Am Ende erhält jede Übersetzung ein Etikett „gut“ oder „schlecht“. Aber was bedeutet denn eigentlich „gut“? Und was wird bei der Evaluierung überprüft?

Gängige Modelle für die Evaluierung von Übersetzungen basieren auf dem reinen Zählen von Fehlern, berücksichtigen aber nicht das Risiko, das von einer Übersetzung ausgehen kann. Der gleiche Fehler kann in verschiedenen Dokumenten ganz unterschiedliche Auswirkungen haben. Deshalb haben die RisikoScouts ein innovatives risikobasiertes Evaluierungsmodell entwickelt, das Projektmanager bei der Bewertung von Übersetzungen unterstützt. Mit diesem Modell lässt sich außerdem schnell und effektiv überprüfen, ob die eingesetzten Maßnahmen zur Risikominimierung wirksam sind.

Im Seminar „Risikomanagement für Übersetzungen nach ISO 31000“ stellen die RisikoScouts dieses neue risikobasierte Evaluierungsmodell vor und zeigen, wie sich Risikomanagement und bestehendes Qualitätsmanagement miteinander verzahnen lassen.

Nähere Informationen zum Seminar und Anmeldung: http://risikoscouts.de/leistungen/einsteigerseminar/

 

Expertenseminare nehmen Fahrt auf

Foto: Jutta Witzel

Mit den Expertenseminaren hat das SDI München eine besondere Seminarreihe geschaffen. Hier können Fachübersetzer, Technische Redakteure, Projektmanager, Sprachendienstleiter usw. Experten der Branche kennenlernen und von ihrem Fachwissen über moderne und innovative Themen der Branche profitieren.  Das Programm ist sehr vielfältig und kommt gut an. Auch das Expertenseminar „Risikomanagement für Übersetzungen nach ISO 31000“ der RisikoScouts erhielt hervorragende Bewertungen der Teilnehmer. Seminarimpressionen finden Sie unter

http://www.sdi-muenchen.de/seminare/expertenseminare/risikomanagement-fuer-uebersetzungen-nach-iso-31000/nachbericht/

 

 

Neue Ausgabe „technische kommunikation“ mit Artikel der RisikoScouts

Foto: © Coloures-pic / fotolia


Am 18.09.2015 ist die Ausgabe 05/2015 der Fachzeitschrift „technische kommunikation“ erschienen. In ihrem Beitrag „Im grünen Bereich“ erläutern die RisikoScouts die Vorteile, die Technische Redakteure und Unternehmen von einem umfassenden Risikomanagement für Übersetzungen haben.

Download Artikel: tk515-CanforaOttmann

Quelle: technische kommunikation 05/15, http://www.tekom.de/fachartikel

tekom-Jahrestagung 2015: Die RisikoScouts sind dabei

tekom-Jahrestagung 2015: Die RisikoScouts sind dabei

Foto: Peter von Bechen  / pixelio.de


Vom 10. – 12. November 2015 findet in Stuttgart die tekom-Jahrestagung statt. Themen sind u.a. Content-Strategien, rechtliche und normative Anforderungen an Technische Dokumenation, Übersetzung und Lokalisierung.
Die RisikoScouts werden einen Vortrag zum Thema „Stille Post und Schwarzer Peter: Risiken übersetzter Dokumentation und wie man sie minimiert“ halten und freuen sich auf eine interessante Tagung.

Weitere Informationen und das Tagungsprogramm finden Sie auf http://tagungen.tekom.de/h15/tekom-jahrestagung-2015/